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Für Ärzte

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Informationsveranstaltung für Patienten
17.05.2018, 17.30 – 19.00 Uhr
Hüftschmerzen – was tun?

Über- oder Fehlbelastungen, Verletzungen oder Fehlbildungen können auch bei jungen oder sportlich aktiven Menschen zu Hüftschmerzen führen. Bei älteren Menschen stehen Verschleißerkrankungen, wie Arthrose im Vordergrund. Im Rahmen der Patientenakademie am Klinikum Gersfeld informiert der Experte Dr. med. Marcus Seelig über den Aufbau des Hüftgelenkes, über Beschwerden und moderne patientenspezifische konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten, einschließlich moderner und minimalinvasiver Prothesenversorgung.

  • Hüftschmerzen
    Dr. Marcus Seelig, FA für Chirurgie, spezielle Unfallchirurgie, FA für Orthopädie und Unfallchirurgie, Chirurgisch Orthopädische Praxisklinik Gersfeld
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Stellenanzeige
Operationstechnische Assistenten/innen (OTA) für Klinikum Gersfeld

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Tagesausflug der Landpartie 2.0 will Nachwuchsmediziner für den Landarztberuf begeistern
„Erfüllend und familienfreundlich“

Wie können wir Jungmediziner fürs Leben und Arbeiten auf dem Land begeistern und so dem Ärztemangel zukunftsorientiert begegnen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Projekt „Landpartie 2.0“ des Landkreises Fulda in Kooperation mit dem Institut für Allgemeinmedizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt. Zum Tages-ausflug nach Gersfeld und Fulda waren kürzlich 11 Medizinstudenten eingeladen, sich vor Ort ein Bild von den Arbeitsbedingungen zu machen und innovative Versor-gungsmodelle kennenzulernen.

Der Besuch startete im Klinikum Gersfeld, wo die Studierenden – alle entweder im siebten oder im neunten Semester – vom ärztlichen Leiter Jan Garlepp eine kurze Einführung in die Geschichte, die Organisation und die Funktionsweise des Klinikums Gersfeld und des ange-schlossenen Ärztehauses erhielten. Anschließend hatten zwei niedergelassene Allgemeinme-diziner das Wort.

Enger Patientenkontakt, eine große medizinische Bandbreite, flexible Arbeitszeiten und ein attraktives Einkommen bei überschaubaren wirtschaftlichen Risiken lautete der Tenor von Michael Ziegler und Dr. Florian Kircher, die aus ihrem Alltag als Landärzte in Wüstensachsen und Gersfeld berichteten. Viele Vorurteile über den „rund um die Uhr arbeitenden Hausarzt“ stimmten heute nicht mehr. Moderne Technik, effizientes Terminmanagement und eine re-formierte Rufbereitschaft mache die Arbeit niedergelassener Mediziner sogar zum familien-freundlichsten Beruf innerhalb der Medizin. Dieser sei einerseits in höchstem Maße erfüllend und biete andererseits attraktive Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten. Die allgemeine wirtschaftliche Zufriedenheit in dieser Ärztegruppe ist mit 70 Prozent über-durchschnittlich hoch, wie auch der Ärztemonitor 2016 belegte. Demnach sind 13 Prozent der Hausärzte „sehr zufrieden“ mit ihrem Einkommen, weitere 53 Prozent „eher zufrieden“. Unter den Fachärzten kommen hingegen nur 64 Prozent zu der gleichen Einschätzung.

Im regen Austausch mit den Studierenden ließen sich viele Vorbehalte gegenüber dem Land-arztberuf ausräumen. So sei laut Garlepp vor allem durch die Anbindung an Medizinische Versorgungszentren die unternehmerische Verantwortung überschaubar. In Sachen Praxis-aufbau könne man auf spezialisierte Dienstleister zurückgreifen, aber auch die Kassenärztli-che Vereinigung und die Weiterbildungszentren an den Universitäten Frankfurt und Marburg böten Beratung. Die Finanzierung einer Praxis-Neugründung stelle ebenfalls keine große Hürde dar. Neben Bankkrediten, kämen auch günstige unternehmensfinanzierte Kredite, Gründerförderungen sowie unter Umständen sogar Sponsoring durch die jeweilige Gemeinde in Betracht.

In Begleitung des Ersten Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt und Professor Dr. Ferdinand Gerlach von der Universität Frankfurt besuchten die Studierenden am Nachmittag die Ge-meinschaftspraxis Wild, Günther, Schleipen, Stienecker und Ulmer im Fachzentrum für Am-bulante Medizin in Fulda, die zugleich Lehrarztpraxis des Programms Landpartie 2.0 ist. Inter-nisten – zum Teil noch in Klinikanstellung – und Allgemeinmediziner arbeiten hier eng mitei-nander verzahnt und im Austausch mit anderen Fachärzten des Fachzentrums, wodurch Sy-nergien und vorhandenes Equipment optimal genutzt werden können. „Die Praxis ist ein schönes Modell für sektorenübergreifendes Denken und Arbeiten“, so Prof. Gerlach. „Wir sehen hier, dass die ambulante Medizin durch die enge Verzahnung zwischen spezialisierten Fachärzten und breit qualifizierten Hausärzten zunehmend in der Lage ist, ehemals Kliniken vorbehaltene Aufgaben zu übernehmen. So müssen Patienten zunehmend seltener und kür-zer in Krankenhäusern behandelt werden. Das ist die Medizin der Zukunft.“

Nach einer kurzen Vorstellung des Gesundheitsnetzes Osthessen ging es in der anschließen-den Diskussion mit dem Ersten Kreisbeigeordneten und Prof. Gerlach um die Frage, ob und wie das Modell der vorgestellten Praxis auf den ländlichen Raum übertragen werden könne. „Grundsätzlich ist die Kassenärztliche Vereinigung in der Pflicht, die ärztliche Versorgung der Versicherten sicherzustellen. Dennoch arbeitet der Landkreis daran, seinerseits langfristig die hausärztliche Versorgung auf dem Land zu erhalten“, berichtete Frederik Schmitt über das Engagement des Landkreises. Er lud die Studierenden anschließend ein, ihre Ideen und Wünsche, wie sie sich eine Arbeit als Landarzt vorstellen könnten aktiv einzu-bringen."

Über das Projekt Landpartie 2.0
„Landpartie 2.0“ ist ein gemeinsames Projekt der Landkreise Fulda, Bergstraße und Hochtaunuskreis und dem Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität in Frankfurt zur ärztlichen Nachwuchsge-winnung im ländlichen Raum. Medizinstudierende werden bereits im 5. Semester für die Teilnahme an einer längeren „Landpartie“, die sich über sechs Semester erstreckt, gewonnen. Zu den Bausteinen gehören Vorlesungen in Allgemeinmedizin im 6. Semester, ein Kursus Allgemeinmedizin in ausgewähl-ten Landarztpraxen im 7./8. Semester und neben dem Blockpraktikum im 9./10. Semester noch weitere Praxisphasen in einer Hausarztpraxis als Wahlfach. Außerdem stehen Kleingruppenseminare auf dem Programm sowie jährlich ein organisierter Tagesausflug. Das Projekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird begleitend evaluiert. Ziel ist es, pro Semester 15 Studierende für die Landpartie 2.0 zu ge-winnen. Am Vorgänger-Projekt Landpartie 1.0 hatten zwischen 2012 und 2017 insgesamt bereits 113 Studierende teilgenommen.